Pressemitteilung zur Jahreshauptversammlung der JuLis Starnberg

Pressemitteilung zur Jahreshauptversammlung der JuLis Starnberg

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Die Jungen Liberalen Starnberg trafen sich am 7.2.2016 zu ihrer alljährlichen Jahreshauptversammlung im Schützenhaus in Gilching. Unter der Leitung des Bezirksvorsitzenden der JuLis Oberbayern, Stephan Strzondala, standen dabei zunächst die Neuwahlen des Vorstandes im Vordergrund der Veranstaltung. Dieser wird auch im kommenden Jahr aus der bewährten vierköpfigen Mannschaft gebildet, allerdings mit einem neuem Vorsitzendem: Clemens Manert, ein Informatik Student aus Gilching. Die beiden anderen Vorstandsmitglieder Christoph Rusche (Starnberg, Stellvertreter für Organisation) und Stefan Wenzel (Starnberg, Schatzmeister) werden in ihren Ämtern bestätigt. Der ehemalige Vorsitzende Fabio Zielke (Tutzing) bleibt als Beisitzer für Organisation erhalten.

Für das kommende Jahr möchte Manert das Bewusstsein für die Vor- und Nachteile der Digitalisierung unserer Gesellschaft schaffen. „Der Zuwachs der Möglichkeiten zur Überwachung der Bürger war noch nie so groß wie heute und das Bewusstsein über die Konsequenzen ist in der Gesellschaft zu wenig ausgeprägt.“ so Manert. Er plant
Veranstaltungen die sich mit Themen wie anonymes Surfen und Verschlüsselte Kommunikation beschäftigen, anzubieten.

Neben den Wahlen setzten die Julis Starnberg sich auch mit verschiedenen Anträgen auseinander. In einer mehrstündigen Debatte, der auch die FDP-Kreisvorsitzende Britta Hundesrügge beiwohnte, zeigten die JuLis einmal mehr eine lebhafte und intensive Diskussionskultur mit einer großen Bandbreite an Themen: Dabei wurde beschlossen eine Impfpflicht für Kinder bis zum Alter von 12 Jahren zu unterstützen. Die Pflicht zur Installation von Rauchmeldern in Mietwohnungen wurde hingegen abgelehnt. Außerdem sprachen sich die Jungen Liberalen Starnberg gegen das spezielle Arbeitsrecht der Kirchen aus.

Bettler in der S-Bahn

Allgemein

Ein Akkordeon erklingt. Langsam bewegt es sich auf mich zu. Ich sitze
in der U-Bahn und zwei Frauen betteln um Geld während die dritte auf
einem Akkordeon spielt. Bettler oder Roma -Banden werden sie in den
Boulevartzeitungen genannt. Angeblich werden sie von Banden nach
Deutschland gebracht um bei uns zu betteln. Andere Zeitungen
schreiben, dass es sich um Flüchtlinge handelt, sie vor Armut oder
Diskriminierung nach Bayern geflohen sind. Aber alle sind sich einig,
dass es sich um Roma handelte. Ich weiß nicht wer die drei sind oder
woher sie kommen. Einmal versuchte ich, mit einer zu sprechen, die
vorgab für ein Kinderheim zu sammeln. Vielleicht verstand sie mich
nicht, jedenfalls ging sie bald weiter.

Natürlich ist es verboten, in öffentlichen Verkehrsmitteln zu
betteln. Ich habe auch schon gesehen, wie ein Akkordeonspieler von der
Sbahn-Wache aus der S-Bahn geführt wurde. Allerdings kann man den
Bettelnden keinen Vorwurf machen: Hungernde gehen betteln, mögen sie
auch stolz und rechtschaffen sein.

Dennoch, jedem Bürger der EU stehen in Bayern Sozialleistungen zu, die
ihm ein ordentliches Auskommen sichern. Es ist wenig, aber es muss
niemand verhungern. Vielleicht wissen viele davon nicht, oder können
die komplizierten Anträge nicht selber ausfüllen, jedenfalls gehen sie
betteln. Vielleicht reicht das Geld auch einfach nicht.

Später, ich steige von der U-Bahn in die S-Bahn um und war noch keine
5 Minuten gefahren, da höre ich schon das nächste Akkordeon. Diesmal
ist es eine ca. 30 Jährige Frau mit einem ca. 7 jährigem Mädchen. Das
Mädchen tritt zu jedem Fahrgast, der auf der Durchgangsseite sitzt
einzeln heran, berührt diesen am Arm, schaut ihm oder ihr in die Augen
und klimpert mit einem Becher gefüllt mit ein paar Münzen. Die Frau
geht hinterher und spielt Akkordeon. Neben mir sitzt eine Frau in
Mvg-Uniform. Das Schild, welches an ihre Brust geheftet ist, gibt sie
als Trambahnfahrerin aus. Als das Mädchen und die Akkordeonspielerin
auf meiner Höhe sind, fängt die Trambahnfahrerin das Gestikulieren an:
Sie deutet an, dass Betteln und Akkordeonspielen in der Sbahn verboten
ist. Das Akkordeon verstummt sofort und das Mädchen hört mit dem
Betteln auf. Mir war schon öfter aufgefallen, dass auch immer mal
Kinder beim Betteln unterwegs waren. Häufig auch zu Tageszeiten, wo
sie in die Schule gehören.

Spätestens hier ist Schluss. Kein Kind in Europa darf zum Betteln
geschickt werden. Denn Betteln ist meist eine Sackgasse. Egal welchen
Beruf man erlernt, auf welche Schule man geht, man kann immer weiter
machen und besser werden. Eine Küchenhilfe kann zum Koch werden, ein
Sachbearbeiter zum Abteilungsleiter. Betteln bringt selten jemanden
voran. Kinder die Betteln lernen dabei nichts und werden danach wenig
Chancen haben, sich weiter zu entwickeln, etwas anderes zu lernen.

Unserer Staat muss an dieser Stelle eingreifen und sich um die
Ausbildung dieser Kinder kümmern. Unserer Gesellschaft darf bettelnde
Kinder nicht mit Geld unterstützen, denn das signalisiert das Falsche,
nämlich das Betteln zu einem Auskommen führt. Die Mvg darf bettelnde Kinder
nicht in ihren Fahrzeugen dulden.

Aber auch für die Erwachsenen müssen die sozialen Einrichtungen besser
nutzbar gemacht werden, vielleicht sollte es ein Sozialamt für ganz
Europa geben, das jedem EU-Bürger in Europa Sozialleistungen auszahlt.
Dadurch gäbe es innerhalb Europas keine Armutsflüchtlinge mehr;
Niemand müsste mehr nach Bayern zum Betteln kommen.